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Seife aus Olivenöl - Eine kleine Geschichte


Dem Mythos nach stammt die Seife aus dem antiken Griechenland und erhielt ihren Namen von der Dichterin Sappho.

Die Seifenherstellung soll zufällig auf Lesbos erfunden worden sein, als der Regen Tier Fett und Asche (Rückstände von Tieropfern an die alten Götter) wegspülte und dem Fluss eine gelbliche Farbe verlieh.

Die Hausfrauen, die dort sich und ihre Wäsche wuschen merkten, dass sie leichter bessere Ergebnisse erzielten.




Die berühmte Dichterin Sappho aus Lesbos/ Mytilene war die erste, die das Ereignis aufzeichnete, und so erhielt die Verseifung ihren Namen.

Viele Jahrhunderte sind seit Sappho Zeit vergangen und der Seifenherstellungsprozess hat sich mit neuem Wissen und neuen Werkzeugen weiterentwickelt und verbessert.

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts hatte sich die Seifenproduktion nach Europa verbreitet, aber die beliebtesten Seifenfabriken befanden sich in Frankreich (insbesondere Marseille) und London.



Marseille-Seife ist bis heute sehr beliebt, aber was die meisten Menschen nicht wissen, ist, dass die Marseille-Seifenindustrie aufgrund der Katastrophen der Olivenproduktion in Frankreich Ende des 17. Jahrhunderts lange Zeit kretisches Olivenöl verwendete.

Es ist die Zeit, in der Kreta unter osmanischer Herrschaft steht und die ersten Seifenfabriken den Türken gehören.

Die hohe Nachfrage nach kretischem Olivenöl verdoppelte seine Exporte im 18. und 19. Jahrhundert und gleichzeitig entwickelte sich auf Kreta die Seifenherstellung mit rund 45 Seifenfabriken auf der Insel und Exporten nach Syrien, Kleinasien und vielen anderen Gebieten des Mittelmeers.


Die Verwendung von Olivenöl für die Körperpflege war jedoch für die Menschen auf der Insel nichts Neues. Schon in der minoischen Zeit nutzten die Menschen Olivenöl für kosmetische Zwecke.

Olivenöl wurde daher auf Kreta viele Jahrhunderte lang zur Herstellung von hausgemachter Seife verwendet, insbesondere in Zeiten, in denen die Menschen nur über begrenzte Ressourcen verfügten, um ihren täglichen Bedarf zu decken.

Vor nicht allzu langer Zeit sammelten die Frauen Kretas das „Fetsolado“ (das Öl, das als Sediment am Boden der Fässer zurückgeblieben ist) und stellten große Mengen hausgemachter Seife her.

In diesem Sinne ist das Konzept des Recyclings nicht gerade neu.

Sehr oft war dies eine kollektive Aktivität, an der alle Frauen des Dorfes beteiligt waren, die dann die Seife teilten.

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